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Wien 19.,Döbling - GREEN CONCRETE: Parken im Grünen
Bildquelle: schotterrasen.eu - 1-schichtiger Aufbau von Schotterrasen
Die Auswirkungen der kontinuierlichen Bodenversiegelung, wie Hochwässer, Kanalisationsschäden etc., zeigen sich immer deutlicher. Das deutsch-italienisch-österreichische Konsortium bestehend aus 12 PartnerInnen, in erster Linie kleine und mittlere Betriebe, hat das von der EU ko-finanzierten Projekt GREEN CONCRETE ins Leben gerufen, um einen Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Situation zu leisten. Das Ziel des GREEN CONCRETE Projektes ist es, eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung für den Bau von Schotterrasen aus Naturschotter oder Baustoffrecyclingmaterialien zu geben. Dieses Wissen soll vor allem den beteiligten Firmen helfen, das Produkt Schotterrasen vermarkten zu können.
Was ist Schotterrasen?
Ein Schotterrasen ist eine ökologische wie auch ökonomische (je nach Schichtaufbau EUR 15,- bis EUR 25,-/m²) Technologie zur Oberflächenbefestigung, insbesondere geeignet für Flächen mit geringer Verkehrsbelastung sowie des ruhenden Verkehrs und Freiflächen. Seine Tragschicht wird mit geeigneten Gräsern und Kräutern begrünt und besteht aus Schotter bestimmter Kornzusammensetzung, Oberboden bzw. Kompost. Im Gegensatz zur Bodenversiegelung durch Asphalt und Beton, erlaubt er die flächenhafte Versickerung von Niederschlägen. Schotterrasen trägt somit zur Entlastung des Kanalsystems und der Grundwassererneuerung bei. Er ist eine ästhetische Bereicherung für jedes Stadtbild und beeinflusst durch seinen Pflanzenbewuchs sowie seine offene Bauweise das Mikroklima positiv.
Verwendung von Schotterrasen
Schotterrasen eignet sich vor allem für Flächen des ruhenden Verkehrs, Parkplätze also, aber auch für selten und gering belastete Verkehrswege wie zum Beispiel Notzufahrten für Einsatzfahrzeuge.
Herstellung von Schotterrasen
Die Herstellung von Schotterrasen ist einfach. Bei geeignetem Untergrund muss lediglich die 30 cm starke Vegetationstragschicht eingebaut werden, man spricht von einem 1-schichtigen Aufbau. Die gesamte Vegetationstragschicht besteht aus demselben Material. Ist der Untergrund nicht geeignet bzw. ist eine hohe Belastung zu erwarten, muss dieser ausgetauscht und ein entsprechender Unterbau für das Planum eingebaut werden. Als Unterbaumaterial eignen sich Naturschotter und Recyclingmaterialien, wie sie üblicherweise im Straßenbau Anwendung finden.
Ökonomische Aspekte
Der hohe Grad der Oberflächenversiegelung und seine stete Zunahme – in Ballungsräumen bis zu 80% und mehr – bereitet zunehmend Probleme für Mensch und Umwelt. Besonders betroffen ist der Bereich der Wasserwirtschaft. Durch die Versiegelung gelangen Niederschläge rascher zum Abfluss und bringen Kanalsysteme, Kläranlagen und Vorfluter bis an bzw. über die Grenzen ihrer Kapazität. Der Schaden an privatem und öffentlichem Eigentum ist groß, eine Sanierung des Wassersystems von der Dachrinne bis zum Fluss mit enormen Kosten verbunden.
Schotterrasen erlaubt auf Grund seiner Bauweise die flächenhafte Versickerung von Niederschlägen. Diese werden im Bodenkörper gespeichert, von den Pflanzen aufgenommen und schließlich verlangsamt an den Vorfluter oder das Grundwasser abgegeben bzw. verdunstet. Die Erneuerung des Grundwasservorrats und der Bestand der Bodenorganismen und der Pflanzendecke sind damit ebenso gewährleistet.
Ökologische Aspekte
Schotterrasen bietet Pflanzen, Insekten und Mirkoorganismen die Möglichkeit zu existieren und ihre Rolle im Ökokreislauf wahrzunehmen. Die ökologischen Eigenschaften von Schotterrasen sind:
*erlaubt hohe Artenvielfalt.
*trägt zu Lebensraumvernetzung bei.
*durch offene Bauweise können Niederschläge versickern.
*das Grundwasser wird erneuert.
*Evaporation der Pflanzendecke mildert Temperaturextreme ab und verbessert somit das Mikroklima.
*Schadstoffe werden im Bodenkörper abgebaut oder gebunden.
*durch die Verwendung von Baustoffrecyclingmaterialien werden die natürlichen und endlichen Ressourcen geschont.
Damit unterscheidet sich Schotterrasen grundlegend von versiegelten Flächen. Die negativen Folgen der Bodenversiegelung sind bereits ausführlich dokumentiert und allgemein bekannt. Jedweder Boden-Luft-Austausch sowie Wasser- und Nährstoffeintrag werden unterbunden. Das Absterben der Bodenorganismen ist nur eine der vielen Konsequenzen. Asphaltierte Flächen stellen Grenzen von Lebensräumen dar. Schadstoffe werden akkumuliert und zumeist über kostspielige Kanalsysteme zu zentralen Kläranlagen abgeleitet.
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